X-Git-Url: http://wagnertech.de/gitweb/gitweb.cgi/mfinanz.git/blobdiff_plain/6d831130c4f2ca900470592ed7dc760a4eb82241..HEAD:/doc/html/ch02s10.html diff --git a/doc/html/ch02s10.html b/doc/html/ch02s10.html index b577d0f3d..534b60db2 100644 --- a/doc/html/ch02s10.html +++ b/doc/html/ch02s10.html @@ -1,23 +1,152 @@ - 2.10. Drucker- und Systemverwaltung

2.10. Drucker- und Systemverwaltung

Im Administrationsmenü gibt es ferner noch die beiden Menüpunkte - Druckeradministration und System.

2.10.1. Druckeradministration

Unter dem Menüpunkt Druckeradministration lassen sich beliebig - viele "Druckbefehle" im System verwalten. Diese Befehle werden - mandantenweise zugeordnet. Unter Druckerbeschreibung wird der Namen - des Druckbefehls festgelegt, der dann in der Druckerauswahl des Belegs - angezeigt wird.

Unter Druckbefehl definiert man den eigentlichen Druckbefehl, - der direkt auf dem Webserver ausgeführt wird, bspw. 'lpr -P - meinDrucker' oder ein kompletter Pfad zu einem Skript - (/usr/local/src/kivitendo/scripts/pdf_druck_in_verzeichnis.sh). Wird - ferner noch ein optionales Vorlagenkürzel verwendet, wird dieses - Kürzel bei der Auswahl der Druckvorlagendatei mit einem Unterstrich - ergänzt, ist bspw. das Kürzel 'epson_drucker' definiert, so wird beim - Ausdruck eines Angebots folgende Vorlage geparst: - sales_quotation_epson_drucker.tex.

2.10.2. System sperren / entsperren

Unter dem Menüpunkt System gibt es den Eintrag 'Installation - sperren/entsperren'. Setzt man diese Sperre so ist der Zugang zu der - gesamten kivitendo Installation gesperrt.

Falls die Sperre gesetzt ist, erscheint anstelle der - Anmeldemaske die Information: 'kivitendo ist momentan zwecks - Wartungsarbeiten nicht zugänglich.'.

Wichtig zu erwähnen ist hierbei noch, dass sich kivitendo - automatisch 'sperrt', falls es bei einem Versionsupdate zu einem - Datenbankfehler kam. Somit kann hier nicht aus Versehen mit einem - inkonsistenten Datenbestand weitergearbeitet werden.

\ No newline at end of file + 2.10. Benutzerauthentifizierung und Administratorpasswort

2.10. Benutzerauthentifizierung und Administratorpasswort

Informationen über die Einrichtung der Benutzerauthentifizierung, + über die Verwaltung von Gruppen und weitere Einstellungen

2.10.1. Grundlagen zur Benutzerauthentifizierung

kivitendo verwaltet die Benutzerinformationen in einer + Datenbank, die im folgenden “Authentifizierungsdatenbank” genannt + wird. Für jeden Benutzer kann dort eine eigene Datenbank für die + eigentlichen Finanzdaten hinterlegt sein. Diese beiden Datenbanken + können, müssen aber nicht unterschiedlich sein.

Im einfachsten Fall gibt es für kivitendo nur eine einzige + Datenbank, in der sowohl die Benutzerinformationen als auch die Daten + abgelegt werden.

Zusätzlich ermöglicht es kivitendo, dass die Benutzerpasswörter gegen verschiedene Authentifizierungsmethoden geprüft + werden. Dazu zählen die Authentifizierungsdatenbank, LDAP-Server sowie verschiedene Arten von HTTP-Header-basierten Methoden.

Welche Art der Passwortüberprüfung kivitendo benutzt und wie + kivitendo die Authentifizierungsdatenbank erreichen kann, wird in der + Konfigurationsdatei config/kivitendo.conf + festgelegt. Diese muss bei der Installation und bei einem Upgrade von + einer Version vor v2.6.0 angelegt werden. Eine + Beispielkonfigurationsdatei + config/kivitendo.conf.default existiert, die als + Vorlage benutzt werden kann.

2.10.2. Administratorpasswort

Das Passwort, das zum Zugriff auf das Administrationsinterface + von kivitendo benutzt wird, wird ebenfalls in dieser Datei + gespeichert. Es kann auch nur dort und nicht mehr im + Administrationsinterface selber geändert werden. Der Parameter dazu + heißt admin_password im Abschnitt + [authentication].

2.10.3. Authentifizierungsdatenbank

Die Verbindung zur Authentifizierungsdatenbank wird mit den + Parametern in [authentication/database] + konfiguriert. Hier sind die folgenden Parameter anzugeben:

+ host +

Der Rechnername oder die IP-Adresse des + Datenbankservers

+ port +

Die Portnummer des Datenbankservers, meist 5432

+ db +

Der Name der Authentifizierungsdatenbank

+ user +

Der Benutzername, mit dem sich kivitendo beim + Datenbankserver anmeldet (z.B. + "postgres")

+ password +

Das Passwort für den Datenbankbenutzer

Die Datenbank muss noch nicht existieren. kivitendo kann sie + automatisch anlegen (mehr dazu siehe unten).

2.10.4. Passwortüberprüfung

kivitendo unterstützt verschiedene Module für die Passwortüberprüfung. Welche benutzt wird, regelt der Parameter + module im Abschnitt [authentication].

Dieser Parameter listet die zu verwendenden Authentifizierungsmodule auf. Es muss mindestens ein Modul angegeben werden, es + können aber auch mehrere angegeben werden. Weiterhin ist es möglich, das LDAP-Modul mehrfach zu verwenden und für jede Verwendung + eine unterschiedliche Konfiguration zu nutzen, z.B. um einen Fallback-Server anzugeben, der benutzt wird, sofern der Hauptserver + nicht erreichbar ist.

Verfügbare Module sind:

  • + DB: in Authentifizierungsdatenbank integrierte Benutzerverwaltung

  • + ldap: Bind mit User-Objekten gegen einen oder mehrere LDAP-Server

  • + http_headers: überlässt Authenfizierung vorgelagerten Proxy-Servern übernimmt Usernamen + aus mitgeschickten HTTP-Headern

2.10.4.1. Authentifizierungsdatenbank

Sollen die Benutzerpasswörter in der Authentifizierungsdatenbank geprüft werden, so muss der Parameter + module das Modul DB enthalten. Sofern das Modul in der Liste enthalten ist, egal an welcher + Position, können sowohl der Administrator als auch die Benutzer selber ihre Passwörter in kivitendo ändern.

2.10.4.2. LDAP-Server

Wenn Passwörter gegen einen oder mehrere externe LDAP- oder Active-Directory-Server geprüft werden, so muss der Parameter + module den Wert LDAP enthalten. In diesem Fall müssen zusätzliche Informationen über den + LDAP-Server im Abschnitt [authentication/ldap] angegeben werden. Das Modul kann auch mehrfach angegeben werden, + wobei jedes Modul eine eigene Konfiguration bekommen sollte. Der Name der Konfiguration wird dabei mit einem Doppelpunkt getrennt an + den Modulnamen angehängt (LDAP:Name-der-Konfiguration). Der entsprechende Abschnitt in der Konfigurationsdatei + lautet dann [authentication/Name-der-Konfiguration].

Die verfügbaren Parameter für die LDAP-Konfiguration lauten:

+ host +

Der Rechnername oder die IP-Adresse des LDAP- oder + Active-Directory-Servers. Diese Angabe ist zwingend + erforderlich.

+ port +

Die Portnummer des LDAP-Servers; meist 389.

+ tls +

Wenn Verbindungsverschlüsselung gewünscht ist, so diesen + Wert auf ‘1’ setzen, andernfalls auf + ‘0’ belassen

+ verify +

Wenn Verbindungsverschlüsselung gewünscht und der Parameter tls gesetzt ist, so gibt dieser + Parameter an, ob das Serverzertifikat auf Gültigkeit geprüft wird. Mögliche Werte sind require (Zertifikat + wird überprüft und muss gültig sei; dies ist der Standard) und none (Zertifikat wird nicht + überpfüft).

+ attribute +

Das LDAP-Attribut, in dem der Benutzername steht, den der + Benutzer eingegeben hat. Für Active-Directory-Server ist dies + meist ‘sAMAccountName’, für andere + LDAP-Server hingegen ‘uid’. Diese Angabe ist + zwingend erforderlich.

+ base_dn +

Der Abschnitt des LDAP-Baumes, der durchsucht werden soll. + Diese Angabe ist zwingend erforderlich.

+ filter +

Ein optionaler LDAP-Filter. Enthält dieser Filter das Wort + <%login%>, so wird dieses durch den vom + Benutzer eingegebenen Benutzernamen ersetzt. Andernfalls wird + der LDAP-Baum nach einem Element durchsucht, bei dem das oben + angegebene Attribut mit dem Benutzernamen identisch ist.

+ bind_dn und + bind_password +

Wenn der LDAP-Server eine Anmeldung erfordert, bevor er + durchsucht werden kann (z.B. ist dies bei + Active-Directory-Servern der Fall), so kann diese hier angegeben + werden. Für Active-Directory-Server kann als + ‘bind_dn’ entweder eine komplette LDAP-DN wie + z.B. ‘cn=Martin + Mustermann,cn=Users,dc=firmendomain’ auch nur der + volle Name des Benutzers eingegeben werden; in diesem Beispiel + also ‘Martin Mustermann’.

+ timeout +

Timeout beim Verbindungsversuch, bevor der Server als nicht erreichbar gilt; Standardwert: 10

2.10.4.3. HTTP-Header: Username in Header

+ Diese Methode der Authentifizierung überlässt einem vorgelagerten Webserver oder Proxyserver die Authentifizierung. Dazu können + SSO-Systeme wie z.B. Authelia oder Authentik zum Einsatz kommen. Die vorgelagerten Server übermitteln dann den Usernamen der + authentifizierten Person in einem speziellen HTTP-Header, der an kivitendo durchgereicht wird. Damit kivitendo nicht von + beliebigen Quellen aus mit so einem Usernamen aufgerufen werden kann, verlangt kivitendo weiterhin, dass in einem weiteren + Header ein Shared Secret übertragen wird. Dieses Secret wird vom Administrator vergeben und sollte nicht weitergegeben werden. +

+ Über einen weiteren Header wird wiederum gesteuert, an welchem Mandanten die Anmeldung erfolgt. Dies geschieht über die + Datenbank-ID des Mandanten. +

+ Um diese Methode zu aktivieren, muss das Authentifizierungsmodul auf HTTPHeaders gestellt werden. Zusätzlich + muss im Abschnitt authentication/http_headers der Parameter enabled=1 und im Abschnitt + authentication/http_basic der Parameter enabled=0 gesetzt werden. Die folgenden Parameter + müssen anschließend im Abschnitt authentication/http_headers konfiguriert werden: +

+ client_id_header +

Name des Headers, in dem das vorgelagerte System die Datenbank-ID des Mandanten überträgt.

+ user_header +

Name des Headers, in dem das vorgelagerte System den Namen des authentifizierten Users überträgt.

+ secret_header +

Name des Headers, in dem das vorgelagerte System das Shared Secret.

+ secret +

Wert des Shared Secrets selber, der vom vorgelagerten System übertragen werden muss, damit die Werte als gültig + angesehen werden.

2.10.4.4. HTTP-Header: Basic Authorization

+ Diese Methode der Authentifizierung überlässt dem Webserver (meist Apache) die Authentifizierung mittels der standardisierten + HTTP Basic Authentication (RFC 7617). Dazu muss der Webserver so konfiguriert werden, dass er für alle kivitendo-Requests vom + Webbrowser Authentifizierung verlangt. Zusätzlich muss er veranlasst werden, den angegebenen Usernamen auch an kivitendo zu + übermitteln. Dies könnte beispielhaft wie folgt aussehen: +

<Directory /path/to/kivitendo-erp>
+  AllowOverride All
+  Options ExecCGI Includes FollowSymlinks
+
+  # Require authentication from local user file:
+  AuthType Basic
+  AuthName "kivitendo"
+  AuthUserFile /etc/apache2/htpasswd.kivitendo
+  Require valid-user
+
+  # Pass name of authorized user to kivitendo:
+  SetEnvIf Authorization "(.*)" HTTP_AUTHORIZATION=$1
+</Directory>

+ Um diese Methode zu aktivieren, muss das Authentifizierungsmodul auf HTTPHeaders gestellt werden. Zusätzlich + muss im Abschnitt authentication/http_basic der Parameter enabled=1 und im Abschnitt + authentication/http_headers der Parameter enabled=0 gesetzt werden. +

2.10.5. Name des Session-Cookies

Sollen auf einem Server mehrere kivitendo-Installationen + aufgesetzt werden, so müssen die Namen der Session-Cookies für alle + Installationen unterschiedlich sein. Der Name des Cookies wird mit dem + Parameter cookie_name im Abschnitt + [authentication]gesetzt.

Diese Angabe ist optional, wenn nur eine Installation auf dem + Server existiert.

2.10.6. Anlegen der Authentifizierungsdatenbank

Nachdem alle Einstellungen in + config/kivitendo.conf vorgenommen wurden, muss + kivitendo die Authentifizierungsdatenbank anlegen. Dieses geschieht + automatisch, wenn Sie sich im Administrationsmodul anmelden, das unter + der folgenden URL erreichbar sein sollte:

+ http://localhost/kivitendo-erp/controller.pl?action=Admin/login +

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