X-Git-Url: http://wagnertech.de/gitweb/gitweb.cgi/mfinanz.git/blobdiff_plain/b948bb619c8086b8f05aac962d44d075aea17822..HEAD:/doc/html/ch02s08.html diff --git a/doc/html/ch02s08.html b/doc/html/ch02s08.html index 459eae155..c99799b90 100644 --- a/doc/html/ch02s08.html +++ b/doc/html/ch02s08.html @@ -1,78 +1,89 @@ - 2.8. Benutzer- und Gruppenverwaltung

2.8. Benutzer- und Gruppenverwaltung

Nach der Installation müssen Benutzer, Gruppen und Datenbanken - angelegt werden. Dieses geschieht im Administrationsmenü, das Sie unter - folgender URL finden:

- http://localhost/lx-erp/admin.pl -

Verwenden Sie zur Anmeldung das Password, dass Sie in der Datei - config/lx_office.conf eingetragen haben.

2.8.1. Zusammenhänge

Lx-Office verwendet eine Datenbank zum Speichern all seiner - Informationen wie Kundendaten, Artikel, Angebote, Rechnungen etc. Um - mit Lx-Office arbeiten zu können, muss eine Person einen - Benutzeraccount haben. Jedem Benutzeraccount wiederum wird genau eine - Datenbank zugewiesen, mit der dieser Benutzer arbeiten kann. Es ist - möglich und normal, dass mehreren Benutzern die selbe Datenbank - zugewiesen wird, sodass sie alle mit den selben Daten arbeiten - können.

Die Basisdaten der Benutzer, die in der Administration - eingegeben werden können, werden in einer zweiten Datenbank - gespeichert, der bereits erwähnten Authentifizierungsdatenbank. Diese - ist also den Produktivdaten enthaltenden Datenbanken vorgeschaltet. - Pro Lx-Office-Installation gibt es nur eine - Authentifizierungsdatenbank, aber beliebig viele Datenbanken mit - Firmendaten.

Lx-Office kann seinen Benutzern Zugriff auf bestimmte - Funktionsbereiche erlauben oder verbieten. Wird der Zugriff nicht - gestattet, so werden der entsprechenden Menüpunkte auch nicht - angezeigt. Diese Rechte werden ebenfalls in der - Authentifizierungsdatenbank gespeichert.

Um Rechte verteilen zu können, verwendet Lx-Office ein - Gruppen-Prinzip. Einer Gruppe kann der Zugriff auf bestimmte Bereiche - erlaubt werden. Ein Benutzer wiederum kann Mitglied in einer oder - mehrerer Gruppen sein. Der Benutzer hat Zugriff auf alle diejenigen - Funktionen, die mindestens einer Gruppe erlaubt sind, in der der - Benutzer Mitglied ist.

Die allgemeine Reihenfolge, in der Datenbanken, Gruppen und - Benutzer angelegt werden sollten, lautet:

  1. Datenbank anlegen

  2. Gruppen anlegen

  3. Benutzer anlegen

  4. Benutzer den Gruppen zuordnen

2.8.2. Datenbanken anlegen

Zuerst muss eine Datenbank angelegt werden. Verwenden Sie für - den Datenbankzugriff den vorhin angelegten Benutzer (in unseren - Beispielen ist dies ‘lxoffice’).

Wenn Sie für die Lx-Office-Installation nicht den europäischen - Schriftsatz ISO-8859-15 sondern UTF-8 (Unicode) benutzen wollen, so - müssen Sie vor dem Anlegen der Datenbank in der Datei - config/lx_office.conf die Variable - dbcharset im Abschnitt system - auf den Wert ‘UTF-8’ setzen. Zusätzlich muss beim - Anlegen der Datenbank ‘UTF-8 Unicode’ als - Schriftsatz ausgewählt werden.

Bitte beachten Sie, dass alle Datenbanken den selben Zeichensatz - verwenden müssen, da diese Einstellungen momentan global in Lx-Office - vorgenommen wird und nicht nach Datenbank unterschieden werden kann. - Auch die Authentifizierungsdatenbank muss mit diesem Zeichensatz - angelegt worden sein.

2.8.3. Gruppen anlegen

Eine Gruppe wird in der Gruppenverwaltung angelegt. Ihr muss ein - Name gegeben werden, eine Beschreibung ist hingegen optional. Nach dem - Anlegen können Sie die verschiedenen Bereiche wählen, auf die - Mitglieder dieser Gruppe Zugriff haben sollen.

Benutzergruppen sind unabhängig von Datenbanken, da sie in der - Authentifizierungsdatenbank gespeichert werden. Sie gelten für alle - Datenbanken, die in dieser Installation verwaltet werden.

2.8.4. Benutzer anlegen

Beim Anlegen von Benutzern werden für viele Parameter - Standardeinstellungen vorgenommen, die den Gepflogenheiten des - deutschen Raumes entsprechen.

Zwingend anzugeben sind der Loginname sowie die komplette - Datenbankkonfiguration. Wenn die Passwortauthentifizierung über die - Datenbank eingestellt ist, so kann hier auch das Benutzerpasswort - gesetzt bzw. geändert werden. Ist hingegen die LDAP-Authentifizierung - aktiv, so ist das Passwort-Feld deaktiviert.

In der Datenbankkonfiguration müssen die Zugriffsdaten einer der - eben angelegten Datenbanken eingetragen werden.

2.8.5. Gruppenmitgliedschaften verwalten

Nach dem Anlegen von Benutzern und Gruppen müssen Benutzer den - Gruppen zugewiesen werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. In der Gruppenverwaltung wählt man eine Gruppe aus. Im - folgenden Dialog kann man dann einzeln die Benutzer der Gruppe - hinzufügen.

  2. In der Gruppenverwaltung wählt man das Tool zur Verwaltung - der Gruppenmitgliedschaft. Hier wird eine Matrix angezeigt, die - alle im System angelegten Gruppen und Benutzer enthält. Durch - Setzen der Häkchen wird der Benutzer in der ausgewählten Zeile der - Gruppe in der ausgewählten Spalte hinzugefügt.

2.8.6. Migration alter Installationen

Wenn Lx-Office 2.6.3 über eine ältere Version installiert wird, - in der die Benutzerdaten noch im Dateisystem im Verzeichnis - users verwaltet wurden, so bietet Lx-Office die - Möglichkeit, diese Benutzerdaten automatisch in die - Authentifizierungsdatenbank zu übernehmen. Dies geschieht, wenn man - sich nach dem Update der Installation das erste Mal im - Administrationsbereich anmeldet. Findet Lx-Office die Datei - users/members, so wird der Migrationsprozess - gestartet.

Der Migrationsprozess ist nahezu vollautomatisch. Alle - Benutzerdaten können übernommen werden. Nach den Benutzerdaten bietet - Lx-Office noch die Möglichkeit an, dass automatisch eine - Benutzergruppe angelegt wird. Dieser Gruppe wird Zugriff auf alle - Funktionen von Lx-Office gewährt. Alle migrierten Benutzern werden - Mitglied in dieser Gruppe. Damit wird das Verhalten von Lx-Office bis - Version 2.4.3 inklusive wiederhergestellt, und die Benutzer können - sich sofort wieder anmelden und mit dem System arbeiten.

\ No newline at end of file + 2.8. Der Task-Server

2.8. Der Task-Server

Der Task-Server ist ein Prozess, der im Hintergrund läuft, in + regelmäßigen Abständen nach abzuarbeitenden Aufgaben sucht und diese zu + festgelegten Zeitpunkten abarbeitet (ähnlich wie Cron). Dieser Prozess + wird u.a. für die Erzeugung der wiederkehrenden Rechnungen und weitere + essenzielle Aufgaben benutzt.

Der Task-Server muss einmalig global in der Konfigurationsdatei + konfiguriert werden. Danach wird er für jeden Mandanten, für den er + laufen soll, in der Adminsitrationsmaske eingeschaltet.

Beachten Sie, dass der Task-Server in den Boot-Vorgang Ihres + Servers integriert werden muss, damit er automatisch gestartet wird. + Dies kann kivitendo nicht für Sie erledigen.

Da der Task-Server als Perlscript läuft, wird Arbeitsspeicher, der + einmal benötigt wurde, nicht mehr an das Betriebssystem zurückgegeben, + solange der Task-Server läuft. Dies kann dazu führen, dass ein länger + laufender Task-Server mit der Zeit immer mehr Arbeitsspeicher für sich + beansprucht. Es ist deshalb sinnvoll, dass der Task-Server in + regelmässigen Abständen neu gestartet wird. Allerdings berücksichtigt der + Task-Server ein Memory-Limit, wenn dieses in der Konfigurationsdatei + angegeben ist. Bei Überschreiten dieses Limits beendet sich der + Task-Server. Sofern der Task-Server als systemd-Service mit dem + mitgelieferten Skript eingerichtet wurde, startet dieser danach + automatisch erneut.

2.8.1. Verfügbare und notwendige Konfigurationsoptionen

Die Konfiguration erfolgt über den Abschnitt + [task_server] in der Datei + config/kivitendo.conf. Die dort verfügbaren + Optionen sind:

+ run_as +

Wird der Server vom Systembenutzer root + gestartet, so wechselt er auf den mit run_as + angegebenen Systembenutzer. Der Systembenutzer muss dieselben + Lese- und Schreibrechte haben, wie auch der Webserverbenutzer + (siehe see Manuelle Installation des Programmpaketes). Daher + ist es erforderlich, hier denselben Systembenutzer einzutragen, + unter dem auch der Webserver läuft.

+ debug +

Schaltet Debug-Informationen an und aus.

2.8.2. Konfiguration der Mandanten für den Task-Server

Ist der Task-Server grundlegend konfiguriert, so muss + anschließend jeder Mandant, für den der Task-Server laufen soll, + einmalig konfiguriert werden. Dazu kann in der Maske zum Bearbeiten + von Mandanten im Administrationsbereich eine kivitendo-Benutzerkennung + ausgewählt werden, unter der der Task-Server seine Arbeit + verrichtet.

Ist in dieser Einstellung keine Benutzerkennung ausgewählt, so + wird der Task-Server für diesen Mandanten keine Aufgaben + ausführen.

2.8.3. Automatisches Starten des Task-Servers beim Booten

Der Task-Server verhält sich von seinen Optionen her wie ein + reguläres SystemV-kompatibles Boot-Script. Außerdem wechselt er beim + Starten automatisch in das kivitendo-Installationsverzeichnis.

Deshalb ist es möglich, ihn durch Setzen eines symbolischen + Links aus einem der Runlevel-Verzeichnisse heraus in den Boot-Prozess + einzubinden. Da das bei neueren Linux-Distributionen aber nicht + zwangsläufig funktioniert, werden auch Start-Scripte mitgeliefert, die + anstelle eines symbolischen Links verwendet werden können.

2.8.3.1. SystemV-basierende Systeme (z.B. ältere Debian, ältere + openSUSE, ältere Fedora)

Kopieren Sie die Datei + scripts/boot/system-v/kivitendo-task-server + nach /etc/init.d/kivitendo-task-server. Passen + Sie in der kopierten Datei den Pfad zum Task-Server an (Zeile + DAEMON=....). Binden Sie das Script in den + Boot-Prozess ein. Dies ist distributionsabhängig:

  • Debian-basierende Systeme:

    update-rc.d kivitendo-task-server defaults
    +insserv kivitendo-task-server
  • Ältere openSUSE und ältere Fedora:

    chkconfig --add kivitendo-task-server

Danach kann der Task-Server mit dem folgenden Befehl gestartet + werden:

/etc/init.d/kivitendo-task-server start

2.8.3.2. Upstart-basierende Systeme (z.B. Ubuntu bis 14.04)

Kopieren Sie die Datei + scripts/boot/upstart/kivitendo-task-server.conf + nach /etc/init/kivitendo-task-server.conf. + Passen Sie in der kopierten Datei den Pfad zum Task-Server an (Zeile + exec ....).

Danach kann der Task-Server mit dem folgenden Befehl gestartet + werden:

service kivitendo-task-server start

2.8.3.3. systemd-basierende Systeme (z.B. neure openSUSE, neuere + Fedora, neuere Ubuntu und neuere Debians)

Kopieren Sie die Datei + scripts/boot/systemd/kivitendo-task-server.service + nach /etc/systemd/system/. Passen Sie in der + kopierten Datei den Pfad zum Task-Server an (Zeilen + ExecStart=.... und + ExecStop=...).

Machen Sie anschließend das Script systemd bekannt, und binden + Sie es in den Boot-Prozess ein. Dazu führen Sie die folgenden Befehl + aus:

systemctl daemon-reload
+systemctl enable kivitendo-task-server.service

Wenn Sie den Task-Server jetzt sofort starten möchten, anstatt + den Server neu zu starten, so können Sie das mit dem folgenden + Befehl tun:

systemctl start kivitendo-task-server.service

Ein so eingerichteter Task-Server startet nach Beendigung + automatisch erneut. Das betrifft eine Beendigung über die Oberfläche, + eine Beendingung über die Prozesskontrolle und eine Beendigung bei + Überschreiten des Memory-Limits. Soll der Task-Server nicht erneut + starten, so können Sie ihn mit folgendem Befehl stoppen:

systemctl stop kivitendo-task-server.service

2.8.4. Wie der Task-Server gestartet und beendet wird

Der Task-Server wird wie folgt kontrolliert:

./scripts/task_server.pl Befehl

+ Befehl ist dabei eine der folgenden + Optionen:

  • + start startet eine neue Instanz des + Task-Servers. Die Prozess-ID wird innerhalb des + users-Verzeichnisses abgelegt.

  • + stop beendet einen laufenden + Task-Server.

  • + restart beendet und startet ihn + neu.

  • + status berichtet, ob der Task-Server + läuft.

Der Task-Server wechselt beim Starten automatisch in das + kivitendo-Installationsverzeichnis.

Dieselben Optionen können auch für die SystemV-basierenden + Runlevel-Scripte benutzt werden (siehe oben).

Wurde der Task-Server als systemd-Service eingerichtet (s.o.), + so startet dieser nach Beendigung automatisch erneut.

\ No newline at end of file